Qualifizierungskonzept des MGK

Die zwei übergeordneten Ziele des MGK sind, die individuelle Unterstützung jedes/r Promovierenden bei ihrer/seiner Qualifizierung und die bestmögliche Vorbereitung auf Karrieren in der Wissenschaft oder Industrie. Eine Checkliste für den Ablauf des Promotionsstudiums im Rahmen des MGK des SFB findet sich hier.

Wichtigster Bestandteil des Qualifizierungsprogramms sind die dreimal im Jahr stattfindenden SFB-Kolloquien (1,5 SWS). Dazu treffen sich alle Mitglieder/innen des SFB (PIs, Postdoktorand/inn/en und Promovierende) zu verschiedenen Vorträgen von Gästen und Mitglieder/innen des SFB.

Des Weiteren findet jeden Sommer ein eintägiges Vernetzungstreffen (0,5 SWS) statt, bei dem sich alle Mitglieder des SFB in jedes Mal anders zusammengesetzten kleinen Gruppen treffen. Dies können Gruppen sein, die sich über ähnliche Materialien, methodische Ansätze oder vergleichbare Synthesetechniken definieren. Die interdisziplinäre Diskussion von Problemstellungen soll hierdurch gefördert und ggf. neue Kooperationen initiiert werden.

Einmal im Jahr findet eine von den Promovierenden selbstständig organisierte zwei- bis dreitägige Winterschule mit Gast- und Projektvorträgen statt (1 SWS). Diese Winterschule soll ein weiteres Forum für den Austausch von Ideen unter den Promovierenden sein und Vernetzungen von Projekten innerhalb des SFB auf der individuellen Projektebene initiieren bzw. intensivieren. Die Winterschule findet aus gutem Grund ohne die PIs statt.

Einen besonderen Stellenwert im SFB wird neben der wissenschaftlichen Qualifizierung die Vermittlung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis an die Promovierenden haben. Diese Grundsätze werden jedes Jahr am Tag der Guten Wissenschaftlichen Praxis in einer DRS Veranstaltung thematisiert (0,5 SWS) an dem alle Promovierenden des SFB teilnehmen sollen; besonders für den SFB relevante Aspekte werden zudem einmal im Jahr in einer für alle Mitglieder des SFB obligatorischen Veranstaltung thematisiert (0,5 SWS). Zusätzlich bieten die DRS, die Humboldt Graduate School (HGS) und auch in eingeschränktem Maße das Center für Digitale Systeme (CEDIS) der FUB Schulungen zu bestimmten Teilaspekten guter wissenschaftlicher Praxis an. Nicht zuletzt verpflichten sich alle Projektleiter/innen, die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis immer wieder während der Betreuung ihrer Promovierenden in angemessener Form zu thematisieren.

Jede/r Promovierende wird zusammen mit seinen/ihren Betreuer/inne/n eine Qualifizierungsvereinbarung erstellen, die festlegt, welche Kurse (z.B. Sprachkurse, Kurse in Rhetorik, wissenschaftlichem Schreiben, Präsentation, Organisation etc.) zusätzlich zu obligatorischen SFB Veranstaltungen (Kolloquien, Winterschule, Vernetzungstreffen, Veranstaltungen zur guten wissenschaftlichen Praxis) zur individuellen Qualifizierung beitragen sollen. Promovierende treten dem MGK mit unterschiedlichen Vorkenntnissen, Fähigkeiten und Veranlagungen bei und haben unterschiedliche Vorstellungen von ihrer Karriere nach der Promotion. Die Qualifizierungsvereinbarung soll diesen individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen ohne dabei die allgemeinen Ziele des MGK aus dem Blick zu verlieren.

Gemäß der Empfehlung der DRS für strukturierte Promotionsprogramme erfordert ein erfolgreicher Abschluss eines Promotionsstudiengangs 30 credit points in 6 Semestern, die wie folgt erlangt werden können.

Veranstaltung 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr
SFB-Kolloquien und Vernetzungstreffen
(zweimal im Semester)
1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0
individuelle Labor-Gespräche Promovierender mit Gästen der SFB-Kolloquien 0,5 0,5 0,5
Projektvorträge im SFB-Kolloquium
(maximal zweimal)
3,0

Session chair bei SFB-Kolloquien
(maximal zweimal)

0,5
Präsentationsvortrag zu Gästen bei SFB-Kolloquien
(maximal einmal)
1,0
Winter-/Sommerschule des SFB
(einmal jährlich)
1,0 1,0 1,0
Poster-/Vortrag bei Wiss. Konferenz
(maximal zweimal)
2,0 - 4,0
mind. einwöchiger Forschungsaufenthalt, Industriepraktikum, Sommer-/Winterschule
(maximal zwei Wochen)
1,0 - 2,0
Promovierendenvertreter für ein Jahr
(maximal einmal)
2,0
Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des SFB (Schülerlabor, NatLab, Lange Nacht der Wissenschaften, Girls' Day) max. 2,0
Sprachkurs (Wissenschafts-)Englisch
(maximal 4 SWS)
max. 6,0
Sprachkurs Deutsch für Nicht-Muttersprachler
(maximal 6 SWS)
max. 9,0
Individuelle projektrelevante Kurse/Vorlesungen
(max. 4 SWS)
max. 6,0
Individuelle Kurse in Präsentation, Kommunikation, Wissenschaftlichem Schreiben, Hochschuldidaktik, Berufsvorbereitung etc.
(max. 4 SWS)
max. 6,0
Einwerben von Drittmitteln/Rechenzeit in substanziellem Maß max. 2,0
Teilnahme am Modul „Lehre in der Chemie“
(3 SWS)
max. 5,0
Substanzielle inhaltliche Betreuung von Studierenden bei Bachelor-/Masterarbeiten 2,0 - 4,0

Das Curriculum setzt sich aus verpflichtenden Elementen (violett) sowie verschiedenen Wahlelementen (orange und grün) zusammen. Zu den verpflichtenden Elementen zählen die Kernveranstaltungen des MGKs, SFB-Kolloquien, Winterschulen und Vernetzungstreffen. Aus diesem Bereich müssen 15 CP erworben werden. Die Wahlelemente umfassen andere für den SFB relevante Tätigkeiten (orange; bis zu 10 CP), wie die Präsentation von Ergebnissen auf Konferenzen und Engagement in der Organisation des SFB oder dessen Öffentlichkeitsarbeit oder individuelle Qualifizierungsmaßnahmen (grün; bis zu 38 CP), wie Sprachkurse, andere Projektrelevante oder Soft-Skill Kurse, Engagement in der Lehre oder in der Einwerbung von Drittmitteln. Aus den Wahlelementen suchen sich die Promovierenden zusammen mit ihrem Betreuerteam geeignete Elemente aus. Sprachkurse in Deutsch bzw. (Wissenschafts-) Englisch können auf Entscheidung des Betreuungsteams für ausgewählte Promovierende verpflichtend sein.